Bekämpfung des Antisemitismus: Berlin richtet Beratungsstelle ein
Kultur als Zielscheibe
Berlins Kultursenator Joe Chialo (CDU) schlägt Alarm: Die Zahl der antisemitischen Vorfälle in der Stadt ist deutlich gestiegen. Auch der Kulturbetrieb ist davon betroffen. Um dem entgegenzuwirken, will Chialo eine Beratungsstelle gegen Antisemitismus einrichten.
Antidiskriminierungsklausel und Fördermittel als Druckmittel
Neben der Beratungsstelle fordert Chialo auch die Einführung einer Antidiskriminierungsklausel in Förderverträgen. Damit sollen Künstler verpflichtet werden, sich gegen Antisemitismus zu positionieren. Zudem will Chialo Fördermittel als Druckmittel einsetzen, um eine jüdische Sichtweise in der Kunst zu fördern.
Interne Prüfung: Kein antisemitisches Agieren der Kulturverwaltung
Eine interne Prüfung der Senatsverwaltung für Kultur hat ergeben, dass es kein eigenes antisemitisches Agieren der Verwaltung gibt. Allerdings wurden Defizite im Umgang mit Antisemitismus festgestellt. Die Einrichtung der Beratungsstelle und die Einführung der Antidiskriminierungsklausel sollen diese Defizite beheben.
Breite Unterstützung für die Maßnahmen
Die Pläne Chialos treffen auf breite Unterstützung. Vertreter des jüdischen Lebens in Berlin sowie Künstler und Kulturschaffende begrüßen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Antisemitismus. Die Beratungsstelle soll ein zentraler Anlaufpunkt für Betroffene werden und Künstler sollen sich stärker gegen Antisemitismus engagieren.
تعليقات